Hauptperson ist ein Mann mittleren Alters. Er lebt im kargen Raum der Innenwelt. Seine Aufgabe besteht einzig und allein darin, täglich Unterschriften zu leisten, deren Sinn er nicht begreift bzw. deren Bedeutung er schon lange vergessen hat. Er ahnt, dass sein Handeln Auswirkungen auf das Leben anderer hat, kann die Folgen aber nicht erkennen. Er sieht in seinem Dasein keinen Sinn, ist müde und leer. Die tägliche Routine des Unterschreibens hat ihn abgestumpft.
Die Rolle des Manns übernahm Ferdinand Grözinger.
Die Frau ist eine der Arbeiterinnen aus der Innenwelt. Nur durch eine Ungeschicklichkeit erregt sie die Aufmerksamkeit des Manns - und durch ihre zaghafte Bereitschaft, ihm nicht wie alle anderen sofort auszuweichen. So durchbricht sie zum ersten Mal die Anonymität der Innenwelt.
Die Frau wirkt als Katalysator. Durch sie kommt der Mann ins Nachdenken über sein Leben und seine Rolle in der Innenwelt. Sie motiviert seinen Ausbruchversuch und treibt ihn immer weiter. Für ihn ist sie das Sinnbild für Leben und Hoffnung. Und so spielt sie eine Rolle, die sie nicht begreift und die sie letztlich überfordert.
Die Frau spielte Maria Magdalena Rabl.
Die Eminenzen überwachen die wichtige Tätigkeit des Unterschreibens, der der ganzen Innenwelt ihren Sinn gibt. Klappt das Unterschreiben nicht, ist die Existenz ihrer Welt bedroht. Deshalb muss der Mann auf jeden Fall funktionieren. Die Eminenzen schicken die Begleiter, die Eminenzen steuern die Arbeiter, die Eminenzen sind das Gehirn ihrer Welt.
Sie bilden fast eine symbiotische Beziehung zu dem Mann, vor allem aber untereinander. Alle Bewegungen sind zigtausendfach durchlaufen worden, sie wissen blind, was der andere macht, alles greift reibungslos ineinander wie ein Uhrwerk. Dabei werden die Bewegungen und Gesten nicht achtlos oder nachlässig, sie betreiben das Geschäft des Unterschreibens mit großem Ernst und hoher Aufmerksamkeit.
Die Eminenzen wurden von Judith Dreyer, Uta Thomsen, Uwe Grammel und Jürgen Geisler gespielt.
Die Begleiter sind ehemalige Arbeiter, die sich „hochgedient“ haben. Jetzt haben die Arbeiter vor ihnen Angst, die sind die Sendboten der Macht (also der Eminenzen). Eigentlich ist der Job ja nicht so toll, immer diesen verdrießlichen Mann hin- und herzuführen, sein Frühstück zu machen und überhaupt fast wie ein Diener für ihn da zu sein.
Die Begleiter wurden von Hellmut Telge und Olaf Trieschmann dargestellt.
Die Arbeiter zählen in der Innenwelt nichts. Sie sind austauschbar und müssen vor allem eines: unauffällig funktionieren. Der Mann ist für sie unerreichbar, außerdem haben sie strikte Order, ihm auszuweichen. Ihn anzusehen ist Frevel, seine Kreise zu stören ein ernstes Vergehen. Und mit den Begleitern ist nicht zu scherzen, die sind gefährlich und gemein. Von den Eminenzen werden sie wie Luft behandelt, wenn sie denn funktionieren. Wenn nicht, endet so ein Arbeiterleben ziemlich schnell. Also: bloß nicht auffallen. Unauffällig das Tagewerk erledigen und am besten nicht nachdenken. Ist eh ein Scheißleben.
Für die Arbeiter stellten sich Sonja Zausch, Ute Langendörfer, Marina Giorgi, Ulrich Böser, Hans-Jörg Freier und Leonhard Schneider zur Verfügung.